(c) Walter Trier
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Okt. 26
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Okt. 26

Second Conference of the European Children's Literature Research Network


European Children's Literature and Sports

Christa-Spangenberg-Saal

Sport ist spätestens seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit im Jahr 1896 ein Thema der Kinder- und Jugendliteratur. Bedingt durch ökonomische und soziale Umbrüche zu Beginn des 20. Jahrhunderts, hatten Familien mehr Freizeit, die man mit sportlichen Aktivitäten verbrachte, um die Gesundheit zu verbessern. Auch Kinder sollten von diesen Entwicklungen profitieren. So erschien bereits 1906 das Bilderbuch „Sport und Spiel“ von Karl F. E. Freyhold. Zahlreiche bekannte Sportbücher wie „Klapperzahns Wunderelf“ (1922) von Eduard Bass folgten. Nicht nur um Fußball drehte sich diese Literatur, sondern auch um Tanzen, Schwimmen, Reiten, Bergsteigen und anderes. Es ging um Mannschaftssportarten wie auch um individuell betriebenen Sport. Manche Bücher richteten sich eher an Mädchen, andere an Jungen. Immer – und das macht diese Literatur so spannend – spielten große, oft moralisch aufgeladene Themen eine wichtige Rolle: Sieg oder Niederlage, Fairness und Eifersucht, hartes Training oder genussvolles Spiel. Viele Bücher zeugen auch davon, dass der emotionale Zugang zu Sport ideologisch ausgenutzt werden kann. 
Heute gibt es für junge Leserinnen und Leser ein großes, vielfältiges internationales Angebot an Sportbüchern und weiteren Sportmedien. Neben erzählenden Büchern, in denen die Beziehung zwischen Sport und Identität im Mittelpunkt steht, wird die Tradition des Sachbuchs weitergeführt, zum Beispiel in Titeln wie „Jürgen Klopp“ (2023) in der Reihe „Little People Big Dreams“.
Die internationale Tagung versammelt Beiträge aus vielen Ländern. Sie reflektieren historische, theoretische und pädagogische Aspekte der europäischen Kinder- und Jugendliteratur und leisten damit einen Beitrag zur Erforschung der internationalen Kinder- und Jugendliteratur.

Leitung: Małgorzata Cackowska (Gdánsk), Nina Goga (Bergen), Bettina Kümmerling-Meibauer (Tübingen), Jörg Meibauer (Mainz) und Sara Pini (Venezia)

Eine Veranstaltung des European Children’s Literature Research Network, in Kooperation mit der Stiftung Internationale Jugendbibliothek.

Das Tagungsprogramm und weitere Informationen finden Sie demnächst an dieser Stelle.