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Mär 23

Ausstellung


Axel Scheffler

Foyer & Wehrgang-Galerie

Bilderwelten für Groß und Klein

Axel Scheffler hat als Illustrator des Grüffelo erreicht, wovon viele Bilderbuchkünstler nur träumen können: Das schwerfällige Monster mit seinen spitzen Krallen und leuchtend orangen Augen hat sich millionenfach in Kinderzimmer eingeschlichen und dort kleine Schrecken verbreitet. Es ist zur Kultfigur geworden, hat sich als Marke etabliert. Was für ein Künstler steht hinter diesem einprägsamen Geschöpf?

Axel Scheffler ist ein Meister des Subtilen, ein humorvoller Erzähler und scharfer Beobachter menschlicher Schwächen, Unsicherheiten und Eitelkeiten. Er hat eine unverwechselbare Bildsprache entwickelt, geprägt von einer leuchtenden und zugleich gedeckten Farbigkeit, einer hohen Plastizität der Figuren und einer ausdrucksstarken Mimik. Die charakteristischen Gesichter seiner Figuren mit ihren prägnanten Nasen und Augen werden vielfach imitiert.

In der Autorin Julia Donaldson hat Axel Scheffler eine kongeniale berufliche Partnerin gefunden, mit der er seit vielen Jahren zusammenarbeitet und nicht nur mit dem Grüffelo einen Bestseller landete. Die beiden haben fast 25 Bilderbücher gemeinsam veröffentlicht, darunter beliebte Titel wie „Stockmann“, „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“, „Schnecke und Buckelwal“, „Zogg“ oder „Das Grüffelokind“.

Die Versdichtungen von Julia Donaldson, die Axel Scheffler illustriert, richten sich vor allem an Leserinnen und Leser im Kindergartenalter, während die Pappbilderbücher der Reihe „Pip und Posy“ die ganz Kleinen erreichen. Daneben illustriert Axel Scheffler auch Kindergedichte und Geschichten für ältere Kinder etwa von Philip Ardagh, Anne Fine, Alex Rühle oder Uwe Timm. Seine Illustrationen zu Ludwig Bechsteins Gedicht „Der Verdrüßliche“ erfreuen vor allem Erwachsene.

In der Ausstellung „Axel Scheffler. Bilderwelten für Groß und Klein“ zeigt die Internationale Jugendbibliothek Bekanntes und weniger Bekanntes aus dem Atelier des Illustrators. Illustrationen, Skizzen, Vorarbeiten und freie Arbeiten geben einen Einblick in die Werkstatt eines außergewöhnlich produktiven und hintersinnigen Illustrators, der weit mehr als der Vater des Grüffelo ist. Zu sehen sind etwa 150 Illustrationen, darunter Originale und Skizzen zu den bekannten Büchern „Der Grüffelo“, „Das Grüffelokind“, „Stockmann“, „Schnecke und Wal“ und zu dem neusten, in Zusammenarbeit mit Julia Donaldson entstandenen Bilderbuch „Die Rüpelbande“. Weiterhin werden Illustrationen zu beliebten Kinderbüchern sowie freie Arbeiten und Skizzen aus den vergangenen dreißig gezeigt. Abgerundet wird die Ausstellung durch illustrierte Briefumschläge, Schmuck und Objekte, die einen überraschenden Blick auf eine weniger bekannte Seite des vielseitigen Künstlers eröffnen.

Am 18. Dezember findet eine szenisch-musikalische Lesung des „Grüffelo“ mit Musikerinnen und Musikern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks in der Internationalen Jugendbibliothek statt, zu der Axel Scheffler mit Live-Zeichnungen beiträgt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Zur Ausstellung werden Workshops für Schulklassen angeboten.

Aktuelle Öffnungszeiten:
Mo - Do 10 - 16 Uhr
Fr           10 - 14 Uhr
Samstag und Sonntag 14 - 17 Uhr

Eintrittspreise:
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Erwachsene 3 Euro (Sammelticket für alle Ausstellungen und Museen), 2 Euro ermäßigt


Illustration 1: © Axel Scheffler
Bild 2: @ InternationaleJugendbibliothek
Illustration 3: aus: Axel Scheffler; Frantz Wittkamp, In die Wälder gegangen, einen Löwen gefangen © 2016 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel
Bild 4: @ InternationaleJugendbibliothek
Illustration 5: © Axel Scheffler, Grüffelo
Bild 6: @ InternationaleJugendbibliothek
Illustration 7: © Axel Scheffler, Lieschen Radieschen, 1994