15.03. - 27.04.14

Knuffle Bunny meets Rosa Parks
Preisgekrönte amerikanische Bilderbücher
aus der Sammlung Lawrence R. Sipe


Bilderbücher aus den USA haben in Deutschland schon lange einen festen Platz. Waren es früher Bilderbuchhelden wie Maurice Sendaks Wilde Kerle, Eric Carles Raupe Nimmersatt oder Dr. Seuss’ Katze mit Hut, sind es heute Ian Falconers selbstbewusstes Schwein Olivia, Mo Willems‘ bedauernswerter Knuffelhase oder die spitzbübischen Gute-Nacht-Geschichten von Peggy Rathmann, mit denen Kinder aufwachsen. Gleichzeitig bereichern künstlerisch ausgefallene Bilderbücher amerikanischer Illustratoren den deutschen Markt, etwa von David Wiesner oder von Peter Sis.

Vor allem witzige, freche, comic-artige Titel sowie fantastisch-skurrile Bücher aus den USA haben eine Chance, ins Deutsche übertragen zu werden. Dass amerikanische Bilderbuchkünstler jedoch wesentlich mehr zu bieten haben, ist (k)ein Geheimnis.

Die Bandbreite der veröffentlichten Werke ist groß. Sie umfasst leise poetische Bücher, wie die von Erin E. Stead, opulente oder dekorative Märchen- oder Fabel-Nacherzählungen, z.B. von Paul O. Zelinksy und Jerry Pinkney, oder faszinierende Konzeptbücher, etwa von Laura Vaccaro Seeger. Neben realistischen und hyperrealistischen Bildern und Kinderalltagsgeschichten mit menschlichen oder tierischen Protagonisten, werden auch politische, kulturelle und historische Themen der USA aufgegriffen, u.a. von Bryan Collier, Kadir Nelson, Christopher Myers, David Diaz oder Ed Young.

In der Ausstellung sind die Highlights der zeitgenössischen amerikanischen Bilderbuchkunst zu sehen. Einen Schwerpunkt bilden die mit der Randolph Caldecott Medal, dem bedeutendsten Bilderbuchpreis der USA, ausgezeichneten Titel der letzten 20 Jahre. Die ausgewählten Bücher stammen größtenteils aus der umfassenden Kinderbuch-Sammlung des renommierten amerikanischen Kinderliteraturforschers Lawrence R. Sipe (1949–2011). Diese außergewöhnliche Sammlung wurde der Internationalen Jugendbibliothek 2011 geschenkt.

Die Ausstellungseröffnung fand am 14. März 2014 statt.
David Wiesner und Christopher Myers waren anwesend.

Jella-Lepman-Saal
Ausstellung

Öffnungszeiten:
Di - Sa 14 - 17 Uhr
So 11 - 17 Uhr
Mo geschlossen