18. Juni 2010
Zu Gast: 7 Studenten aus North Carolina
Seit Jahren gibt es eine wunderbare Kooperation der Internationalen
Jugendbibliothek mit Linda Veltze, aus der Abteilung „Leadership und
Educational Studies“ der Appalachian State University, Boone, North
Carolina. Im Sommer war Sie einen Monat lang mit einer
Studentengruppe zu Gast in der Internationalen Jugendbibliothek.
Viele der Studenten haben bereits ein Studium oder eine Ausbildung
im Buchhandel oder im Bibliothekswesen abgeschlossen. Wie das
Erinnerungsfoto zeigt bekamen sie auf Schloss Blutenburg sogar eine
persönliche Führung von der Illustratorin Binette Schroeder. Jeder
der Studenten ging während des Besuches den eigenen, selbst
gewählten Forschungsinteressen nach.
Teresa Spring untersuchte wie die kubanische Tradition und Kultur in
Kinderbüchern dargestellt und durch sie weitergetragen wird. Den
verschiedenen Darstellungsweisen und Interpretationen des Themas
„Tod in Bilderbüchern“ widmete sich Sharon Woodrow. Debora Wood
beschäftigte sich mit dem Thema „globales Bewusstsein“ in der
Kinder- und Jugendliteratur. In diesem Zusammenhang nahm sie die
Sammlung zur Wanderausstellung „Hello, dear Enemy“ in Augenschein.
Die zwiespältige und vielseitige Figur des Wolfes in der
Kinderliteratur und Buchillustration war das Forschungsobjekt von
Amy Fish. Nicklaus McCollister beschäftigte sich mit der Frage, wie
und mit welchen Konnotationen Homosexualität in Bilderbüchern
dargestellt wird. Ann Eddens nutze das Manifest der IFLA
(International Federation of Library Associations) als einen
Leitfaden für die Erstellung eines multikulturellen und
internationalen Buchsammlung für Schulbibliotheken in North
Carolina. Wie wird der Zweite Weltkrieg und der Holocaust in der
Kinder- und Jugendliteratur dargestellt und wie unterschiedlich
werden diese Themen aus verschiedenen historischen und nationalen
Blickpunkten behandelt, fragte sich Allison Wonsick.
In einer Abschlusspräsentation stellte jeder der sieben Studenten
den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Internationalen
Jugendbibliothek seine Forschungsergebnisse vor. (tl)
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16. Juni 2010
Peter Nickl zum 70. Geburtstag
Anlässlich seines 70. Geburtstags wurde der langjährige Freund und
Förderer der Internationalen Jugendbibliothek Peter Nickl mit einer
kleinen Feier überrascht.
Die ehemalige Direktorin Frau Scharioth, der neue
Stiftungsratvorsitzende Dr. Freiherr von König und die Direktorin
Frau Dr. Raabe dankten dem Jubilar in ihren Reden für ein
bewundernswertes Engagement als Vorsitzender des Stiftungsvorstands,
als Vorstandsvorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der
Internationalen Jugendbibliothek e.V. und als Liebhaber und Kenner
der Kinderliteratur und der Bilderbuchillustration für die Belange
der Internationalen Jugendbibliothek. In den Reden betonten die
Gratulanten alle die Leichtigkeit und Lebensfreude, die der
Musikliebhaber ausstrahlt, und diesen Wesenzügen sollte auch das
Rahmenprogramm gerecht werden: Die Studentin Lisa Schettel zeigte
wie faszinierend und filigran auf einem Hackbrett musiziert werden
kann und Thorsten Krohn las einige sehr zum Schmunzeln anregende
Abenteuer des Baron von Münchhausen. Mit dessen phantasievollen
Geschichten hatte sich Peter Nickl zusammen mit seiner Frau, der
Illustratorin Binette Schroeder, im Rahmen eines gemeinsamen
Buchprojektes auseinander gesetzt. (tl) |
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Mai 2010
Neuer Gast: Maud D. Rodrigue aus Montréal, Kanada
Bis Ende Juli ist Maud D. Rodrigue, die an der Universität Montréal
in Kanada Germanistik studiert, zu Gast in der Internationalen
Jugendbibliothek. Ihren Aufenthalt nutzt sie für Recherchearbeiten
zu ihrer Magisterarbeit mit dem Titel: „Die Anfänge der Wiener
Buchillustration: Entwicklung einer kindergerechten Ikonographie zur
Zeit der Aufklärung“. Bedingt durch die aufklärerische
Geistesströmung, den ansteigenden Buchhandel und der Schulreform
wandelt sich zum ausgehenden 18. Jahrhundert die Sicht auf
Erziehung, auf das Wesen des Kindes und damit auch die Aufgabe von
Kinderbüchern und ihren Illustrationen, bei denen der Kupferstich
vorherrschte. Wiener Kupferstecher hatten bis in die 1770er Jahre
ihre Ausbildung meistens in Süddeutschland erhalten. Doch im Laufe
der Zeit gewann der Wiener Kupferstich ein neues Ansehen und
Erziehung wird zu einem nationalen Anliegen. Daher ist es für Maud
spannend im großen Archiv Bibliothek die Bilderbücher aus dem
Zeitalter der Aufklärung zu untersuchen. Ihr Forschungsinteresse
widmet sie vor allem der Frage, inwieweit sich die Wiener von den
Süddeutschen Kupferstichen unterscheiden und welche Rolle dabei
geschichtliche und politische Hintergründe spielen. (tl) |
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26. Mai 2010
Festveranstaltung
Die ALMA-Preisträgerin 2010 Kitty Crowther zu Gast
Der Astrid Lindgren Memorial Award, kurz ALMA, ging dieses Jahr an
die belgische Autorin und Illustratorin Kitty Crowther. Der mit 5
000 000 Kronen (ca. 500 000 Euro) dotierte Preis wird von der
schwedischen Regierung gestiftet und von Königin Silvia persönlich
überreicht. Vor der offiziellen Verleihung organisierte die
Internationale Jugendbibliothek in Kooperation mit dem Astrid
Lindgren Memorial Award am 26.Mai einen Abend und Empfang für und
mit Kitty Crowther. Rund 80 Gäste nutzen die Gelegenheit der
Preisträgerin zu begegnen.
Die Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek, Dr. Christiane
Raabe, ging in ihrer Begrüßung auf die Geschichte des ALMA ein und
erinnerte an Astrid Lindgrens durchaus moralische Auffassung von
Kinderliteratur. Herzliche Glückwünsche kamen auch von Jean-Pierre
Roland, der die Organisation Wallonie-Bruxelles-International
vertrat. Danach sprach die Illustratorin Judith Drews, die Mitglied
des Nominierungskomitees der Illustratoren Organisation e.V. war,
das Kitty Crowther für den ALMA vorgeschlagen hatte. In einer sehr
persönlichen gefärbten und warmherzigen Rede beleuchtete sie Kitty
Crowthers vielschichtiges Werk und betonte dabei die magischen und
poetischen Momente ihrer Bücher. Als Höhepunkt stand Kitty Crowther
der Lektorin für frankophone Literatur in der Internationalen
Jugendbibliothek, Sibylle Weingart, in einem Interview Rede und
Antwort. Das Publikum erlebte eine temperamentvolle und sympathische
Preisträgerin, die freizügig in ihren kreativen Schaffensprozess
Einblick gab. So bekamen die Gäste einen Eindruck davon, wie sich
Cowthers Inspiration aus ihrer wachen Wahrnehmung der Natur und
zugleich aus ihrer reichen Phantasie speist. Mit Getränken, Speisen
und Diskussionen klang der Abend für Besucher wie Organisatoren aus.
(tl) |
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6. April 2010
Zu Gast: Austra Avotina aus Lettland
Austra Avotina, die an der Lettischen Universität in Riga Dozentin
für Kunstgeschichte, lettische Kulturgeschichte und
kulturhistorischer Didaktik ist, gastiert knapp zwei Monate in der
Internationalen Jugendbibliothek.
In Ihren Forschungen widmet sie sich vor allem
Kinderbuchillustrationen Lettlands und Deutschlands in den 1920’er
und 30’er Jahren. Interessant ist für sie dabei die Frage, warum
bestimmte Kinderbücher wie Der Struwwelpeter oder Orbis pictus von
Comenius (Die sichtbare Welt) auch über die Jahrhunderte hinweg
Popularität genießen. Erstaunlicherweise können sie sich, so Austra,
auch gegen die Flut heutiger Kinderbücher, die meist ein sehr
aufwendiges Layout aufweisen und in ihrer Gestaltung versuchen alle
Sinne des Lesers anzusprechen, ihre Qualität behaupten. Und das
obwohl ihre graphische Gestaltung mit den Mitteln der damaligen
Zeit, viel reduzierter sind. Das spräche dafür, dass der Inhalt der
Kinderbücher auch über die Jahrhunderte wichtiger bleibt, als
beispielsweise ein aufwendiges Layout. (tl) |
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März 2010
Neuer Gast: Sara Hudson aus den Vereinigten Staaten
Die neue Stipendiatin Sara Hudson kommt aus Texas und trägt auch im
Bücherschloss Cowboystiefel. Sara ist Doktorandin an der Fakultät
für Amerikanistik an der renommierten Yale Universität. In der
Internationalen Jugendbibliothek arbeitet sie an zwei verschiedenen
Teilen ihrer Dissertation. Zum einen begutachtet sie spanische,
englische und französische Kinderbücher aus U.S-Bundesstaaten, die
an der Grenze zwischen der U.S.A und Mexiko liegen, aus Louisiana,
Lateinamerika oder aus der Karibik. Zum anderen nutzt sie die
Archive über Jella Lepman und über die Gründung der Internationalen
Jugendbibliothek. Anhand dieser Dokumente untersucht sie, wie
verschiedene Gruppen, wie staatliche Gremien, Bibliothekare und auch
Kinder selbst, Kinderbücher, Übersetzungen und Illustrationen
nutzen, um Gemeinschaften, die nationale, ethnische und
linguistische Grenzen nach dem Zweiten Weltkrieg überschreiten,
vorstellbar zu machen. Nach ihrem Aufenthalt in Deutschland wird
Sara nach New Orleans ziehen, um ihre Forschungen für ihre
Dissertation in anderen Archiven fortzusetzen. (tl) |
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Neue Ausstellung: Gegengelesen
Seit dem 15. April gibt es im Wehrgang eine neue Ausstellung zu
bewundern – die Ergebnisse des Projekts ‚Gegengelesen’. 15
deutschsprachige Titel der aktuellen White-Ravens-Auswahl – 250
herausragenden Novitäten der weltweiten Kinder- und
Jugendbuchproduktion, die in einem Katalog in kurzen Annotationen
vorgestellt werden – wurden von Schülerinnen und Schülern von
Münchner Grund- und Hauptschulen ‚gegengelesen’ und in Rezensionen
bewertet. Herausgekommen sind dabei lebendige, ehrliche und oft
überraschende Einschätzungen der Texte und Illustrationen.
Die Resonanz auf das Projekt war mit insgesamt über 350
Schülerrezensionen überwältigend. Gezeigt werden daher nicht nur die
außergewöhnlichsten Beiträge, Zeichnungen und Arbeitsmaterialien,
vielmehr werden alle Texte zur Lektüre ausgelegt sowie auf unserer
Homepage veröffentlicht. Die Ausstellung der Rezensionen wird durch
eine Präsentation aller 250 White-Ravens-Bücher im Studiensaal
abgerundet.
‚Gegengelesen’ wurde von der Internationalen Jugendbibliothek in
Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt der Landeshauptstadt
München und dessen Arbeitskreis Lese- und Literaturförderung
initiiert. (ig) |
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16. März 2010
Ausstellungseröffnung
Susanne Janssen: Jedes Buch ein Abenteuer
Am 16. März wurde die
Ausstellung
„Jedes Buch ein Abenteuer. Die Bilderbuchillustratorin
Susanne Janssen“ im Jella-Lepman-Saal eröffnet. Die Direktorin der
Internationalen Jugendbibliothek, Frau Dr. Raabe, führte in ihrer
Eröffnungsrede in das eigenwillige und kontrovers diskutierte Werk
ein und machte dabei die künstlerische Entwicklung der im Elsass
lebenden Illustratorin deutlich.
Anschließend präsentierte die Autorin zusammen mit dem französischen
Komponisten und Pianisten Thierry Mechler eine musikalische Lesung
zu „Hänsel und Gretel“, während ihre Illustrationen des Märchens auf
eine Leinwand projiziert wurden. Durch die gemeinsame Wirkung von
Sprache, Bild und Klang wurden die Gäste in die phantastische und
auch grausame Welt des Märchens hineingezogen. Fast zwei Stunden
signierte die Illustratorin im Anschluss ihre Bücher.
Bei Wein und Brot konnten die rund 100 Gäste die ausgestellten
Originalillustrationen, Collagen und Linolschnitten studieren.
Überraschende Perspektiven und ungewöhnliche Proportionen zeichnen
das Werk aus und tragen zu einer traumhaften Wirkung bei. Die
druckgrafischen Werke wirken im Gegensatz zu den kräftigen Ölbildern
zart und schwerelos. (tl) |
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12. März 2010
Dr.
Dominik Freiherr von König ist neuer Stiftungsratsvorsitzender der
Stiftung Internationale Jugendbibliothek
Nach 15 Jahren legt Dr. Sabine Solf, Mitglied der
deutschen UNESCO-Komission und bis 1997 Leiterin des
Forschungsprogramms der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel,
ihr Amt als Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung
Internationale Jugendbibliothek nieder. Als Abgeordnete der
deutschen UNESCO-Komission wird sie den Stiftungsrat weiterhin
unterstützen.
Ihr Nachfolger wird Dr. Dominik Freiherr von König. Der promovierte
Germanist ist seit über 30 Jahren für Stiftungen und für die Kultur
tätig: Bis 1980 war er wissenschaftlicher Berater der
Volkswagenstiftung, anschließend bis 1992 Leiter der
Förderungsabteilung der Alfried Krupp von Bohlen und
Halbach-Stiftung, dann bis 2008 Generalsekretär der Stiftung
Niedersachsen; von 1997 bis 2008 Mitglied des Beirats und Leiter des
Arbeitskreises Kunst und Kultur im Bundesverband Deutscher
Stiftungen. 2008/2009 Vorsitzender des Beirats für Stifterland
Bayern.
Der neue Stiftungsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Dominik Freiherr von König (Vorsitz)
Uta-Christina Biskup, Bonn, Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend
Hannelore Börner, München, Bayerisches Staatsministerium für
Unterricht und Kultus
Jeffrey Garrett, Evanston (Illinois) / USA, Northwestern University
Dr. Rolf Griebel, München, Generaldirektor der Bayerischen
Staatsbibliothek
Klaus Humann, Hamburg, Verleger des Carlsen Verlags
Eva Schuster, München, Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Dr. Sabine Solf, Wolfenbüttel, dt. UNESCO-Komission
Eberhard Spangenberg, München
Hansjörg Weitbrecht, Verein Internationale Jugendbibliothek
(cg) |
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12. März
2010
Die tschechisch-deutsche Schriftstellerin Iva Procházková besuchte
am 12. März das spätwinterlich verschneite Bücherschloss und las im
Rahmen der Münchner Bücherschau junior aus ihrem Jugendroman „Die
Nackten“. Entsprechend der Lebensgeschichte Procházkovás spielt
auch ihr episodenhafter Roman in Deutschland und Tschechien. In
ihrer lebhaften Art stellte die Autorin jugendliche Charaktere mit
ihren Ängsten und Hoffnungen, mit ihren Träumen und Zweifeln vor:
die hochbegabte und rebellische Syliva, der mit Drogenproblemen
kämpfende Niklas, der sinnliche Robin und der verkopfte Filip.
Klischeefrei und ohne erhobenen Zeigefinger gelingt es der Autorin
die komplexen Erfahrungen und Erlebnisse der Pubertät zum Thema zu
machen. So boten sich den fast 180 lauschenden Schüler/innen
vielseitige Identifikationsmöglichkeiten mit den ganz verschieden
angelegten Figuren.
In einer anschließenden Fragerunde verriet die Autorin, dass ihre
eigenen Kinder ihr bei der Arbeit an dem Buch geholfen und sie bei
der Entwicklung der Figuren inspiriert haben. (tl) |
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10. März
2010
Im Rahmen der Münchner Bücherschau junior war am 10. März der
österreichische Autor und Journalist Wolfgang Böhmer in der
Internationalen Jugendbibliothek zu Gast und las aus seinem Buch „Hesmats
Flucht. Eine wahre Geschichte aus Afghanistan“.
Gespannt verfolgten knapp 160 Schüler/innen den mühsamen und
gefährlichen Fluchtweg des 11-jährigen Hesmats über den Hindukusch
bis nach Moskau, von Budapest bis nach Innsbruck. Wolfgang Böhmers
Buch basiert auf vielen Interviews, die er mit dem Jungen geführt
hat. Über 80 Stunden Tonmaterial hat sich dabei angesammelt und
einige Ausschnitte daraus ergänzten die bewegende Lesung. Außerdem
zeigte Böhmer Fotos aus Afghanistan und berichtete von seinen
eigenen Erfahrungen in dem von Kriegen und Auseinandersetzungen
gebeutelten Land. Für die zuhörenden Kinder wurde in der Lesung
eines von vielen Flüchtlingsschicksalen nachvollziehbar und
erfahrbar. (tl) |
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4. März 2010
Zweimal Gold, 15 Mal Silber – das schlägt jeden Medaillenrekord
bei den Olympischen Spiele in diesem Winter! Insgesamt 17 Jungen
und Mädchen der 6. Jahrgangsstufen an Münchner Schulen nahmen
Teil am 51. Stadtentscheid des bundesweiten
Vorlesewettbewerbs. Einen ganzen Vormittag lang unterhielten
sie das Publikum in der Internationalen Jugendbibliothek mit
Auszügen aus ihren Lieblingsbüchern. Die Auswahl reichte von
Klassikern wie Onkel Toms
Hütte von Harriet Beecher-Stowe oder
Das Dschungelbuch
von Rudyard Kipling, über Dauerbrenner wie Paul Maars
Sams-Geschichten
oder Michael Endes Momo
bis hin zu modernen Romanen wie
Crazy von Benjamin
Lebert oder Alabama Moon
von Watt Key. Die Stimmen von lebenden Skeletten und
Tagebuch schreibenden Pferden wurden dabei ebenso geschickt
vorgetragen, wie die fesselnden Erzählungen von Abenteurern oder
die Alltagserlebnisse von Jugendlichen.
Besonders beeindruckend war die Präsentation der gehörlosen
Schülerin Nur Beysun, die eine Passage aus
Fette Fische von
Carl Hiassen vorbereitet hatte. Während sie sehr sicher und mit
klarer Stimme vorlas, übersetzte ihr Mitschüler Nico den Text
simultan in die Gebärdensprache.
Als Überraschungstext, den die Schüler unvorbereitet lesen
mussten, hatten die Veranstalter den Roman
Nennt mich nicht Ismael
von dem australischen Autor Michael Gerard Bauer ausgewählt, der
in diesem Sommer auch Gast im Bücherschloss sein wird.
Nach den zwei Leserunden hatte die 5-köpfige Jury die Qual der
Wahl: „Am liebsten würde wir euch alle in die nächste Runde
schicken…“ Aber sie mussten sich entscheiden und so dürfen nun
Omar Khalil von der Volksschule an der Bernaystraße und
Franziska Ibscher vom Bilingualen Gymnasium PHORMS München für
ihre Gruppen demnächst beim Bezirkentscheid Oberbayern antreten.
(cg)
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12. Februar 2010
Zu Gast: Janet Evans aus Großbritannien
Im Frühjahr 2010 ist Janet Evans aus dem nordwestlichen England im
Rahmen eines Stipendiums an der Internationalen Jugendbibliothek zu
Gast. Janet arbeitet an der Liverpool Hope University als Literacy
und Educational Consultant und Dozentin für
Erziehungswissenschaften. Während ihres Aufenthaltes im
Bücherschloss forscht sie über ungewöhnliche und mehrdeutige
Bilderbücher, die aus ganz unterschiedlichen Ländern kommen und
oftmals kontroverse und zum Nachdenken anregende Themen behandeln,
wie beispielsweise Wolf Erlbruchs »Die Menschenfresserin«.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist das Thema „reader response“
im Bezug auf Bilderbücher von dem auch ihr 2009 veröffentlichtes
Buch »Talking Beyond the Page: Reading and Responding to
Picturebooks« handelt. (tl) |
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9. Februar 2010
Illustrationsworkshop mit Henning Wagenbreth
Am 4. Februar 2009 war der Berliner Comic-Avantgardist Henning
Wagenbreth zu Gast in der Internationalen Jugendbibliothek. Er
führte hier einen Workshop durch, an dem zehn Schülerinnen des
Heinrich-Heine-Gymnasiums teilnehmen durften. Die Jugendlichen
stecken gerade mitten in einem Illustrationsprojekt für ihre Schule
und nutzten die Gelegenheit, sich ein paar wertvolle Tipps und
Tricks von dem Künstler zu holen. Henning Wagenbreth leitete nicht
nur den praktischen Teil, in dem die Schülerinnen sich an der
Technik des Scherenschnitts versuchten, sondern erzählte auch viel
aus einem Arbeitsalltag. So erklärte er am Beispiel von „Mauern“,
einer Publikation des Goethe-Instituts Italien, wie er bei der
Illustration eines Buches vorgeht. „Mauern“ entstand anlässlich des
20. Jahrestags des Mauerfalls und versammelt europäische Geschichten
zum Thema. Die Ausstellung
zum Buch, die ihren Fokus auf Henning Wagenbreths Bilder legt, ist
noch bis 5. April in der Internationalen Jugendbibliothek zu sehen.
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4. Februar 2010
Lesungen für Schulklassen
Im Rahmen der Münchner Bücherschau Junior finden in der
Internationalen Jugendbibliothek Anfang März zwei Lesungen für
Schulklassen statt, für die noch Plätze frei sind.
Am 10. März stellt Wolfgang Böhmer sein Buch Hesmats
Flucht vor. Er hat die wahre Geschichte des
afghanischen Jungen niedergeschrieben, der aus seiner Heimat
flüchten muss. Ein Jahr dauert Hesmats Odyssee, bis er schließlich
in Innsbruck landet.
Am 12. März liest Iva Procházková aus ihrem Jugendroman
Die Nackten. Das Buch, das 2009 gleich zweimal für den
deutschen Jugendliteraturpreis nominiert war, begleitet fünf
Heranwachsende durch einen Berliner Sommer und auf der Suche nach
sich selbst.
Weitere
Informationen zu den Büchern und zu den Lesungen finden Sie
hier...
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25. Januar
2010
Zu Gast: Alice Curry aus Großbritannien
In den kommenden drei Monaten wird Alice Curry aus Großbritannien
als Stipendiatin in der Internationalen Jugendbibliothek forschen.
Nach ihrem Studium der Englischen Literatur in Oxford und einem
Master in Kinderliteratur an der Macquarie-Universität in Sydney,
Australien ist Alice nun Dozentin für Kinderliteratur in Sydney. In
der Internationalen Jugendbibliothek möchte Alice Material für ihre
Doktorarbeit sammeln. Sie schreibt über das Konzept des „Blind Space“
in der Kinderliteratur. Der Begriff des „Blind Space“ stammt aus der
Filmwissenschaft und wird für Figuren verwendet, die aus
verschiedenen Gründen innerhalb der Handlung an den Rand gedrängt
werden. In einem Kapitel ihrer Doktorarbeit möchte Alice über
Multikulturalismus schreiben und dort untersuchen, wie Kulturen in
verschiedenen Jugendbüchern ausgegrenzt werden. Zwei Bücher, die
Alice in diesem Zusammenhang besonders ausführlich behandeln möchte,
sind „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne und „Fallen“
von Anne Provoost, die den Holocaust sowie aktuellen
Rechtsextremismus thematisieren. (uz)
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25. Januar
2010
Jeans-Besuch aus Australien!
Was für eine außergewöhnliche Aktion!
Unter dem Motto „Pimp Your Jeans“ machten sich im Sommer 2009
eifrige Bastler der Internationalen Jugendbibliothek daran,
Jeans-Hosen mit allerlei Perlen, Federn und Farbe zu verschönern.
Anschließend schickten sie eine der Jeans auf die lange Reise nach
Gosford im australischen Bundesstaat New South Wales. Und es hat
sich gelohnt: im Gegenzug erhielt die Internationale
Jugendbibliothek in der vergangenen Woche ein Paket aus Australien
mit einer wunderschön verzierten Jeans-Hose!
Die Idee der reisenden Jeans basiert auf der beliebten Buchreihe
„Eine für vier“ der amerikanischen Autorin Ann Brashares: vier
Freundinnen sind unzertrennlich, müssen die langen Sommerferien aber
an verschiedenen Orten verbringen. Zum Glück gibt es diese eine
besondere Jeans-Hose! Die Freundinnen schicken sie über den ganzen
Sommer über untereinander hin und her und fühlen sich so immer
miteinander verbunden.
Seit 2 Jahren machen Bibliothek in New South Wales es den Büchern
gleich: auf den einzelnen Stationen verzieren Fans der Buchreihe die
Hosen. Nach einem kurzen Aufenthalt wird die Jeans dann an die
nächste Bibliothek weiter geschickt. Die großartigen Ergebnisse sind
auf der Homepage des Projektes
http://jeangeanies.pbworks.com/
dokumentiert. Unter der Rubrik „International Exchange“ gibt es
auch Fotomaterial von der „Pimp Your Jeans“-Aktion in der
Internationalen Jugendbibliothek.
Ab sofort kann man also in der Kinderbibliothek nicht nur die vier
Bände der „Eine für vier“-Reihe ausleihen, sondern auch noch eine
waschechte australische Jeans – stilecht verziert mit exotischen
Tieren und einem typisch australischen Schnabeltier – bewundern.
(uz)
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13. Januar
„Dank des Kranichs“ – ein japanischer Nachmittag
Vor drei Jahren nahm in der Internationalen Jugendbibliothek ein
ganz besonderes Buchprojekt seinen Anfang: Momo Nishimura, damals
Stipendiatin an der Bibliothek, lernte hier Gabriela Bracklo und
Keiko Funatsu kennen. Die beiden Frauen fanden in Momo Nishimura die
ideale Illustratorin für die Geschichte „Dank des Kranichs“, ein
Märchen um ein geheimnisvolles Mädchen und einen Kranich. Um die
Veröffentlichung des Bilderbuches zu feiern, kehrten die drei Frauen
nun in die Internationale Jugendbibliothek zurück.
Begeisterte Kinder folgten im Christa-Spangenberg-Saal der
Geschichte. Ihre vielen Fragen über die fremde Kultur konnten sie an
Fachleute loswerden: nicht nur die Verfasserin und die Illustratorin
berichteten gerne aus ihrem Heimatland, auch der Kulturattaché des
japanischen Generalkonsulates in München, Herr Yasuteru Suzuki,
bereicherte die Veranstaltung mit Eindrücken aus Japan.
Anhand der großformatigen Skizzen und Originalzeichnungen erfuhren
die Kinder auch den Entstehungsprozess des Buches. Mit
selbstgebastelten Origami-Kranichen verzierten sie den Saal.
Abends feierte das Team der Edition Bracklo bei einem Glas Sekt
gemeinsam mit vielen Interessierten und mit Herrn und Frau Suzuki,
Hans-Ulrich Heininger, dem Leiter des rotarischen Länderausschusses
Japan sowie Herrn Lüder Peysen, dem Präsidenten der
Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Bayern. (uz)
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11. Januar 2010
Zu Gast: Sara van den Bossche aus Belgien
Die erste Stipendiatin des Jahres kommt aus Belgien: Sara van den
Bossche wird in den nächsten sechs Wochen im Studiensaal der
Internationalen Jugendbibliothek für ihre Doktorarbeit forschen.
Nach einem Studium der Germanischen Sprachen mit Schwerpunkt
Schwedisch promoviert Sara nun an der Universität in Gent im Fach
Schwedische Literatur über Astrid Lindgren und die Kanonisierung
ihrer Bücher. Sara möchte untersuchen, wie weit Astrid Lindgren in
Schweden, Flandern und den Niederlanden in den allgemeinen
Literaturkanon eingegangen ist.
In München möchte Sara Sekundärliteratur über Astrid Lindgren sowie
zum Thema Kanonbildung sichten. (uz)
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8. Januar 2010
The White Ravens
im Praxistest
Ein Projekt in Kooperation mit dem Arbeitskreis Leseförderung
Der Arbeitskreis Leseförderung, eine Gruppe von Münchner Grund- und
Hauptschullehrern, arbeitet schon seit einiger Zeit eng mit der
Internationalen Jugendbibliothek zusammen. Zu Beginn dieses
Schuljahres wurde die Kooperation mit einem neuen Projekt zu „The
White Ravens“, der jährlichen Publikation der Internationalen
Jugendbibliothek fortgeführt. In diesem Empfehlungskatalog, der beim
Fachpublikum weltweit großes Ansehen genießt, stellen die
Lektorinnen und Lektoren der Bibliothek
besonders beachtenswerte Neuerscheinungen des internationalen
Kinder- und Jugendbuchmarktes vor.
Die Lehrerinnen und Lehrer des Arbeitskreises unterzogen die
aktuellen Empfehlungen aus dem deutschsprachigen Raum nun einem
Praxistest an Münchner Schulen. Sie ließen in ihren Klassen
ausgewählte Titel aus der aktuellen White Ravens-Liste lesen.
Anschließend verfassten die Schüler eigene Rezensionen und
lieferten, als das eigentliche Zielpublikum, wertvolle Bewertungen
der Bücher - aufrichtig und gerade heraus. Das Ergebnis: Mit ihren
lebendigen, ehrlichen Einschätzungen der Texte und Illustrationen
stellen die Bewertungen der Schüler eine erfrischende Ergänzung zu
den professionellen Empfehlungen dar.
Ausgewählte Buchkritiken der Schüler sind auch in der Ausstellung „The
White Ravens 2009“ im Foyer des Herrenhauses zu sehen. (vs)
Zu den Rezensionen...
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10. Dezember 2009
Binette Schroeder zum 70. Geburtstag
Rund 250 Gäste fanden sich am Abend des 10. Dezembers im festlich
dekorierten Jella-Lepman-Saal ein, um gemeinsam mit der
Illustratorin, Autorin und Künstlerin Binette Schroeder ihren 70.
Geburtstag zu feiern.
Nach Ansprachen von Dr. Christiane Raabe, Binette Schroeders
Verleger Urs Gysling vom NordSüd Verlag und der irischen
Schriftstellerin Siobhán Parkinson, ließen es sich weitere
Wegbegleiter Binette Schroeder nicht nehmen, in kurzen Grußadressen
ihre persönliche Verbundenheit mit der Künstlerin zum Ausdruck zu
bringen: Klaus Ensikat fand ebenso warme, freundschaftliche Worte
wie Aljoscha Blau und Isabel Pin sowie Rotraut Susanne Berner. Frau
Berner trug sogar ein eigens für den Anlass verfasstes,
illustriertes Gedicht vor.
Im Anschluss brachte eine Schauspielgruppe rund um die Prager
Puppenspieler Martin und Renata Lhotak mit den Figuren Lupinchen,
Humpty Dumpty, Herrn Klappaufundzu und Laura die bekanntesten
Charaktere des Binette Schroeder-Universums auf die Bühne. Dort
führten sie ein kurzes und vergnügliches, extra für diesen Anlass
geschriebenes Theaterstück auf. Binette Schroeder zeigte sich von
diesem kreativen Geschenk ganz besonders gerührt. Feierlich
entzündeten die Figuren im Anschluss für ihre Erschafferin eine
riesige Geburtstagstorte mit Wunderkerzen. (uz)
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19. November 2009
Die Internationale Jugendbibliothek begrüßt die letzte
Stipendiatin des Jahres 2009: Dr. Franci Greyling
unterrichtet Creative Writing an der Nordwest-Universität in
Potchefstroom, Südafrika. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist
Kinderliteratur. Auf ihrer Webseite
www.storiewerf.co.za macht sie
besonders auf Kinderliteratur aufmerksam, die auf Afrikaans
erscheint. Weiterhin interessiert sie sich besonders für
interdisziplinäre Arbeit und kreative Kollaboration.
Franci hat beispielsweise ein Buch hergestellt, das aus Postkarten
besteht und Teil einer Buchausstellung in Südafrika sein wird. In
München möchte sie nun untersuchen, wie andere Künstler Postkarten
in ihre Bücher einfließen haben lassen – sie könnten beispielsweise
lose im Buch liegen oder aber im Text erwähnt werden.
Auch im Bereich des Paratexts möchte Franci Greyling weiter
forschen. Sie hat das Bilderbuch “Formule Drie, Twee, Een!“
geschrieben. Der Illustrator Vian Oelofsen, so Franci, arbeitet dort
mit einigen interessanten paratextuellen Elementen. In München
möchte sie nun weitere Buchbeispiele für Paratextualität
untersuchen. (uz)
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13. Oktober 2009
White
Ravens Festival
für Internationale Kinder- und Jugendliteratur
vom 20. bis 25. Juli 2010
Unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers für
Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch,
veranstaltet die Internationale Jugendbibliothek im Sommer 2010 das
White Ravens Festival für Internationale Kinder- und
Jugendliteratur.
Fünf Tage lang werden bayerische und ausländische Autoren und
Illustratoren aus aller Welt lesen, Workshops und Schreibwerkstätten
leiten und in Podiumsgesprächen über sich und ihre Arbeit sprechen.
Das Festival bietet Raum für renommierte, vielfach ausgezeichnete
Autoren ebenso wie für literarische Neuentdeckungen und schafft mit
bayerischen und internationalen Programmpunkten einen Brückenschlag
zwischen den Kulturen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Begegnungen
zwischen Autoren, Illustratoren und ihren jungen und erwachsenen
Lesern. Mehr...(cg) |
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5. Oktober
2009
Die Internationale Jugendbibliothek auf der Frankfurter Buchmesse
2009
Auch in diesem Jahr ist die Internationale Jugendbibliothek wieder
mit einem Stand auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Besuchen
Sie uns vom 14. bis 18. Oktober in Halle 3.0, Stand K374! (uz) |
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1. Oktober 2009
Wanderausstellung Eine Imaginäre Bibliothek jetzt in den USA
zu sehen
Nach verschiedenen Stationen in Kroatien, Spanien, Portugal und
Japan ist die Ausstellung Eine imaginäre Bibliothek. Kinder- und
Jugendbücher, die es (noch) nicht gibt nun auch in den USA zu
sehen. Im Rahmen der 8. Fachtagung für Kinder- und
Jugendbuchexperten wird sie am 2. Oktober 2009 in St. Charles,
Illinois feierlich eröffnet.
Die Ausstellung, die bereits 2006 ins Leben gerufen wurde, zeigt
unveröffentlichte „BücherTräume“ von zeitgenössischen Illustratoren
aus über 30 Ländern. Losgelöst von den Zwängen eines Verlagsvertrags
waren Künstlerinnen und Künstler eingeladen, ihren Ideen und
Visionen freien Lauf zu lassen und ihren ganz persönlichen
Büchertraum zu entwerfen. Entstanden sind mehr als 70 Buchumschläge
inkl. kurzer Beschreibungstexte - kleine Kunstwerke, die den
ungezügelten Spaß am Spiel mit der Fantasie widerspiegeln und den
Betrachter einladen, seiner eigenen Vorstellungskraft zu folgen.
Wem
die Reise in die USA zu weit ist, der kann der Imaginären Bibliothek
trotzdem einen Besuch abstatten: Unter dem Titel Der Fisch, das
Klavier und der Wind hat der Carlsen Verlag kürzlich ein
wunderbar farbig gestaltetes Buch herausgebracht, in dem sämtliche
Beiträge der Künstlerinnen und Künstler versammelt sind. Mit dem
Erlös des Buches unterstützt der Carlsen Verlag die Arbeit der
Internationalen Jugendbibliothek.
Die internationale Erfolgsgeschichte der Imaginären Bibliothek
wird auch in Zukunft weitergehen. Für 2010 liegt bereits eine
Anfrage aus Korea vor. Interessenten an der Ausstellung wenden sich
bitte an Ursula Reinke, Tel. 089/891211-21. (cg) |
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25. September
2009
„Dunkel war’s. Eine Nachtwanderung durch die internationale
Kinderliteratur“
Lesenacht zur Eröffnung der neuen Jahresausstellung
„Dunkel war’s“ lautete das Motto am vergangenen Freitag, als die
Internationale Jugendbibliothek mit einer großen Lesenacht die neue
Jahresausstellung eröffnete.
Um 17 Uhr begrüßte Antje von Stemm die jüngsten
Nachtelfen zur ersten Veranstaltung. Die Bilderbuchkünstlerin und –autorin
aus Hamburg führte ihre Pop-up-Bücher vor: „Ungeheuer gute Nacht!“
und „Hotel Gruselgraus“ jagten den Anwesenden wohlige Schauer über
den Rücken. Im Anschluss wurden sie selbst aktiv: Gemeinsam mit
Antje von Stemm bastelten und schmückten die Kinder phantasievolle,
bunte Gruselmasken. Mit ihnen spukten sie anschließend durchs
Schloss, schmökerten sich durch die Ausstellung, vergnügten sich
beim Sarghüpfen und Knochenwerfen, bestückten den großen Traumfänger
im Schlosshof mit ihren schönsten Träumen und nahmen im Nachtcafé
eine kleine Stärkung ein – Monsterbowle und abgeschnittene Finger
gelten seitdem als kulinarische Geheimtipps.
Um 19 Uhr folgte die nächste Lesung: „Hodder der
Nachtschwärmer“ von Bjarne Reuter. Der junge Schauspieler und
Sprecher Patrick Baehr, die deutsche Synchronstimme von Hodder in
der Verfilmung, las aus dem bezaubernden, humorvollen Kinderbuch,
und Kinder und Erwachsene lauschten gleichermaßen gebannt. Und wie
wird denn eigentlich ein Film synchronisiert? Nach einem kurzen
Filmausschnitt aus „Hodder rettet die Welt“ zeigte Patrick Baehr
spannendes Fotomaterial aus dem Studio, erklärte die Arbeitsabläufe
und erzählte, wie er Synchronisationsarbeiten mit der Schule
koordiniert.
Im Anschluss luden Tom Lugo, Frontmann der Münchner Combo
Jamaram, und der Songwriter Nicolas Nobili gemeinsam mit weiteren
Musikern zu einer Gespenster-/Vampir-Jam Session.
Um 21 Uhr wurde es dann ernsthaft gruselig: „Das Graveyard-Buch“
von Neil Gaiman ist nichts für schwache Nerven. Der Schauspieler und
Sprecher Jens Wawrczeck, der auch schon die deutsche Hörbuchfassung
eingelesen hat, machte die Lesung zu einem schaurig-schönen und
höchst unterhaltsamen Ereignis.
Im Nachtcafé klang der Abend mit Kerzenschein und Klaviermusik von
Nicolas Nobili stimmungsvoll aus.
Die Ausstellung „Dunkel war’s. Eine
Nachtwanderung durch die internationale Kinderliteratur“ ist bis zum
1. August 2010 in der Internationalen Jugendbibliothek zu sehen.
(uz) |
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14.
September 2009
Neues Kursangebot für Kinder!
Gedichte(t) Wie Gedruckt
Dichten macht Spaß. Toll, wenn man sein Werk dann auch gleich
drucken kann! Ab dem 24. September können Kinder im Kurs „Gedichte(t)
Wie gedruckt“ mit der Grafikerin Jule Pfeiffer-Spiekermann genau das
tun: mit Gedichtformen und Drucktechniken experimentieren. (uz)
zu den Terminen... |
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10. September 2009
Neuer Stipendiat
Aus Afrika kommt der neue Stipendiat an der Internationalen
Jugendbibliothek. Mickias Musiyiwa ist Dozent für Literatur und
Kinderliteratur an der Universität von Simbabwe. In München
recherchiert er in den kommenden drei Monaten für seine Doktorarbeit
über den Einfluss von Mythologie auf die Kinderliteratur in
Simbabwe.
Seit rund 100 Jahren, so erzählt er, gibt es in Simbabwe einen
Buchmarkt, erst seit etwa 50 Jahren erscheinen dort Kinderbücher.
Die orale Erzähltradition hat dagegen eine sehr lange Geschichte und
ist über die Jahrhunderte sehr präsent geblieben: die ersten
simbabwischen Bücher sind Mythenerzählungen, und auch heute noch
sind sie ein beliebtes Thema auf dem Buchmarkt.
Mickias Musiyiwa wird sich in seiner Doktorarbeit auf die Mythologie
der Shona, der größten ethnischen Gruppe Simbabwes, konzentrieren.
Autoren, die er genauer untersuchen möchte, sind beispielsweise Ben
J. Hanson, M.L. Brown oder Mary Bamhare. (uz) |
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Stipendiat aus Ungarn
Adam Zoltan David heißt der neue Stipendiat in der Internationalen
Jugendbibliothek, der sich für drei Monate in München aufhält. Er studiert Germanistik und
Kommunikationswissenschaften mit den Beifächern Journalismus und
Film, sowie Kreatives Schreiben an der Universität in Budapest.
„Humor im Kinderbuch“ lautet das Thema seiner Abschlussarbeit. Für
das kommende Jahr plant Adam sein Staatsexamen. Gleichzeitig
arbeitet er schon an seiner Doktorarbeit über die verschiedenen
Sinnesorgane und ihre Darstellung in Märchen, Kinder- und
Jugendbüchern und Filmen und wird dafür in den kommenden drei
Monaten den umfangreichen Bestand der Internationalen
Jugendbibliothek nutzen. Das Märchen von Rotkäppchen ist, so Adam,
nur eines von vielen Beispielen, bei dem auf dem Spannungshöhepunkt
die Sinnesorgane eine wichtige Rolle spielen („damit ich dich besser
sehen / hören / riechen… kann“). Auch Bertie Botts Bohnen aller
Geschmacksrichtungen in den Harry Potter-Büchern seien ein gutes
Beispiel für humorvoll-sinnliche Details. In der Verfilmung, so
Adam, wird ihre Rolle durch angeekelte/begeisterte Gesichtsausdrücke
noch verstärkt. (uz) |
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24. August 2009
In der Kinderbibliothek ist momentan eine kleine Ausstellung aus
Fernost zu bewundern: sie besteht aus internationalen Bilderbüchern,
die im vergangenen Jahr mit dem koreanischen CJ-Bilderbuchpreis
ausgezeichnet wurden. Der Preis ist vom koreanischen Ministerium für
Kultur, Sport und Tourismus gestiftet und wird jährlich verliehen.
Öffnungszeiten der Kinderbibliothek: Mo-Fr 14-17 Uhr (uz) |
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20. August
2009
Die Bibliothek begrüßt vier neue internationale Gäste im Studiensaal
Anna Fornalczyk aus Polen hat den zweiten Teil ihres Stipendiums
in der Internationalen Jugendbibliothek begonnen. Anna war schon im
vergangenen Jahr sechs Wochen in München. Vor fünf Jahren schloss
Anna an der Universität in Warschau ihr Studium der angewandten
Sprachwissenschaft ab und nutzt den Aufenthalt in München, um an
ihrer Doktorarbeit zu dem Thema „Übersetzungen von Anthroponymen aus
der englischen Kinderliteratur ins Polnische“ zu arbeiten.
Willkommen zurück! (uz)
Hamid Reza Shahabadi
aus Teheran ist Kinderbuchautor. Sein
Buch
„Lālāī barāy-i duhtar-i
murda“ (Schlaflied für ein totes
Mädchen) ist im aktuellen White Ravens-Katalog für besonders
empfohlene Kinder- und Jugendbücher enthalten. Außerdem ist Hamid
der Leiter der Publikationsabteilung am Institut für die geistige
Entwicklung von Kindern und jungen Erwachsenen in Teheran. In
München beschäftigt sich Hamid mit dem Verhältnis von
Kinderliteratur und sozialen Veränderungen. Er möchte sich hier auf
Heinrich Hoffmanns „Der Struwwelpeter“ konzentrieren. Gerade dieses
Buch, so Hamid, hatte im 19. und 20. Jahrhundert einen großen
Einfluss auf die Pädagogik. Vor neun Jahren war Hamid schon einmal
an der Internationalen Jugendbibliothek. Damals forschte er über den
Kindheitsbegriff. Seine Ergebnisse veröffentlichte er später im
Institut für die geistige Entwicklung von Kindern. Auch die
diesjährigen Forschungsergebnisse möchte Hamid wieder am Institut
veröffentlichen.
Taro Tagaya aus Tokio ist Lektor beim japanischen
Kinderbuchverlag Fukuinkan Shoten. Sein Stipendium in der
Internationalen Jugendbibliothek nutzt er dazu, Literatur zu suchen,
die Erwachsene dabei unterstützt, Kindern über Krieg zu erzählen und
ihnen Toleranz und Weltoffenheit zu vermitteln. Ähnlich wie
Deutschland gehört Japan zu den Ländern, die nach dem 2. Weltkrieg
erst zu einer friedlichen Gesellschaft zurückfinden mussten. Taro
berichtet, dass seiner Meinung nach Japan auch heute noch historisch
bedingte Differenzen mit angrenzenden Ländern hat. Er möchte deshalb
in München Bücher mit Hinweisen finden, wie man asiatische Kinder
heute über Geschichte informieren kann. So hofft er, seinem Verleger
in Japan viele internationale Bücher für die Kinder in Japan
vorschlagen zu können. Auch Kooperationen in anderen Ländern Asiens
hält Taro für möglich.
Izumi Morisada aus Japan besucht die Internationale
Jugendbibliothek im Auftrag seines Verlages Kondansha in
Tokio. Der Verlag bringt sowohl Kinder- als auch
Erwachsenenliteratur sowie Sachbücher heraus. Dort ist nun ein
umfassendes Lexikon für Kinder geplant. Laut Izumi gibt es bisher in
Japan keinerlei qualitativ hochwertige Nachschlagewerke für Kinder.
Er möchte seinen Aufenthalt in Deutschland nutzen, um Informationen
zu sammeln, wie das Lexikon inhaltlich und optisch gestaltet werden
könnte. Hierfür sucht Izumi auch den Kontakt mit Verlegern und
Illustratoren, die ihm hier behilflich sein könnten.
(uz) |
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13. August 2009
Die neue Stipendiatin in der Internationalen Jugendbibliothek
kommt aus Down Under: Dr. Victoria Flanagan ist Dozentin für
Kinder- und Jugendliteratur an der Macquarie-Universität in Sydney,
Australien. Nachdem sie zunächst Jura studierte, wechselte Victoria
später zur Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt Kinder- und
Jugendliteratur, ebenfalls an der Macquarie-Universität. In München
forscht Victoria zu der Frage, auf welche Weise sich Jugendliteratur
und Filme für Kinder und Jugendliche mit den Ideen des
Posthumanismus beschäftigen. Der Posthumanismus setzt sich unter
anderem damit auseinander, welchen Einfluss technische Geräte auf
die menschliche Gesellschaft haben. Viele menschliche Körper sind
heutzutage mit technischen Hilfsmitteln versehen – Brillen und
Zahnspangen sind zwei Beispiele. In Filmen wie „A.I. – Künstliche
Intelligenz“ von Steven Spielberg sowie „Wall-E“ von Andrew Stanton
sind roboterähnliche Gestalten mit deutlichen menschlichen Zügen
versehen. Ähnliche Mischwesen wird Victoria in Büchern wie „Ender’s
Game“ von Orson Scott Card oder „Feed“ von M.T. Anderson
untersuchen. (uz) |
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5.
August 2009
Eric Carle Geburtstagsfest
Die kleine Raupe Nimmersatt wird 40, ihr
Erfinder Eric Carle wird sogar 80 Jahre! Die Internationale
Jugendbibliothek und über 600 Raupenfans feierten diese runden
Geburtstage mit einem ausgelassenen Sommerfest. Bei wunderschönem
Wetter flitzten die Kinder mit selbst gebastelten Schmetterlingen
durch den Schlosshof, erprobten ihre Geschicklichkeit im
Raupenparcour oder ließen sich in der Schminkecke in eine von Eric
Carles Bilderbuchfiguren verwandeln. Vor dem Herrenhaus wurde das
Raupe Nimmersatt-Musical auf der Drehorgel gespielt und in der
Bibliothek wurde eifrig vorgelesen. Internationale Gäste hörten sich
die Geschichte des wohl berühmtesten Vielfraßes der Welt auf
Englisch Japanisch, Italienisch und Norwegisch an. Eric Carles
Schwester, Christa Bareis, las aus den Büchern ihres Bruders. Sie
war extra für den Nachmittag aus Stuttgart angereist, und von dem
Geburtstagsfest, das mit einer fröhlichen Raupenpolonaise zu Ende
ging, genauso begeistert wie die anderen Gäste. (vs)
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Katalog der
Genfer Kinder- und Jugendbuch-Sammlung ist online
Im August 2009 wurde in der Internationalen Jugendbibliothek in
München die Retrokonversion des sog. Genfer Katalogs abgeschlossen.
Die „Genfer Sammlung“ kann also im
Web-OPAC
der Internationalen
Jugendbibliothek sowie im Bibliotheksverbund Bayern gefunden werden.
Damit ist eine wertvolle und große internationale historische
Kinder- und Jugendbuch-Sammlung nun online recherchierbar.
Die sog. Genfer Sammlung wurde von 1928-1969 vom Bureau d'Éducation
in Genf aufgebaut. Das Bureau d'Éducation beauftragte Kommissionen,
zunächst in den Mitgliedsländern des Völkerbundes, dann auch in
weiteren Ländern, die besten Kinder- und Jugendbücher des jeweiligen
Landes zuzusenden. 1969 wurde die Sammlung der Internationalen
Jugendbibliothek, die damals schon "associated project of UNESCO"
war, übergeben. Die Sammlung enthält nicht nur die internationalen
Neuerscheinungen der Jahre 1928-1969, sondern auch ältere Titel ab
Erscheinungsjahr 1897 und umfasst annähernd 30.000 Bücher aus 58
Ländern. Etliche Titel der Sammlung sind weltweit Unikate, da in
einigen Ländern des Völkerbundes Kinder- und Jugendbücher nicht
systematisch gesammelt wurden.
In einem Offline-Retrokonversionsprojekt in Kooperation mit dem
Bibliotheksverbund Bayern wurden die Karten des Genfer Katalogs
eingescannt, mit Texterkennungsverfahren automatisch in
MAB2-Katagorien umgewandelt, intellektuell nachbearbeitet und in die
BVB-Verbunddatenbank sowie die SISIS-Lokaldatenbank der
Internationalen Jugendbibliothek eingespielt. Aus den lokalen
Titeldaten wurden mit Hilfe eines Programms die Exemplardaten
generiert.
Mit der Genfer Sammlung ist eine einzigartige Quelle für die
internationale Kinder- und Jugendliteraturforschung erschlossen.
(jr) |
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Neue Stipendiatin
Tahereh Adinehpour aus dem Iran arbeitet in den nächsten sechs
Wochen als Stipendiatin in der Internationalen Jugendbibliothek.
Tahereh hat Englische Literatur und Persisch als Fremdsprache
studiert. Sie forscht im Bereich Kinderliteratur, übersetzt diese
und arbeitet als freischaffende Dozentin an mehreren Universitäten
in Shiraz, Iran. Außerdem ist sie Mitglied bei SUCCLS (Shiraz
University Centre for Children’s Literature Studies). In München
recherchiert Tahereh für einen Artikel, den sie in der Zeitschrift
des Zentrums veröffentlichen möchte. Für dieses Projekt wird Tahereh
Bilderbücher vergleichen, die in den letzten 20 Jahren die Caldecott
Medal, den Boston Globe-Horn Buchpreis oder den Kurt Maschler
Buchpreis gewonnen haben. Man kann wohl davon ausgehen, dass
unterschiedliche kulturelle und religiöse Rahmenbedingungen auch
unterschiedliche Themen in Kinderbüchern schaffen. Dennoch hofft
Tahereh, auch gemeinsame Themen zu finden, die die jeweiligen Bücher
für Menschen in vielen Ländern interessant machen.
(uz) |
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25. Juni 2009
60 Jahre Internationale Jugendbibliothek
Als sich 1949 die Tore der Internationalen Jugendbibliothek in einer
Villa in der Münchner Max-Vorstadt für Kinder, Jugendliche,
Bibliothekare, Autoren, Verleger und Buchliebhaber aus aller Welt
öffnete, begann ein bildungspolitisches Experiment, das bis in die
heutige Zeit für die kreative Vermittlung von internationaler
Kinder- und Jugendliteratur und für die Förderung des
interkulturellen Dialog mit Kinderbüchern wichtige Impulse setzt.
Die von der deutsch-jüdischen Emigrantin als Versöhnungswerk
gegründete Internationale Jugendbibliothek war damals mit 8.000
Büchern ausgestattet. Mittlerweile ist sie mit 580.000 Büchern in
130 Sprachen die bedeutendste Bibliothek für internationale Kinder-
und Jugendliteratur der Welt und hat ihren Sitz in Schloss
Blutenburg am westlichen Stadtrand Münchens. Am 25. Juni wurde der
60. Geburtstag dieser einzigartigen Institution mit einem
Festakt als Auftakt zu einem mehrtägigen Jubiläumsprogramm gefeiert.
Zu dem Festakt waren 250
geladenen Gästen aus dem In- und Ausland gekommen, darunter
Vertreter aus Politik und Kultur, Autoren, Illustratoren, Verleger,
Bibliothekare und Kinderbuchexperten aus China, Japan, Indien,
Korea, den USA, Kolumbien, Großbritannien, Frankreich, den
Niederlanden, Österreich und der Schweiz.
v.l.n.r.: Rolf Griebel, Binette Schroeder, Peter Nickl,
Nikolaus Gradl, Christiane Raabe, Gerd Hoofe,
Sabine Solf, Marcel Huber
Frau Dr. Sabine Solf, die Vorsitzende des Stiftungsrats der
Internationalen Jugendbibliothek, eröffnete die Veranstaltung mit
einem Grußwort, in dem sie an die gesellschaftlichen und politischen
Umbrüche und Aufbruchsstimmungen der Nachkriegszeit erinnerte, in
die sich die Gründung Jella Lepmans einfügt.
Es folgte eine Ansprache von Gerd Hoofe, Staatssekretär im
Bundesfamilienministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,
in der er sich für eine Stärkung der kulturellen und
interkulturellen Bildung aussprach und hervorhob, dass die
Internationale Jugendbibliothek auf diesem Feld eine ebenso wichtige
wie wegsweisende Rolle spielt. Ausdrücklich lobte er das
Schulklassenprogramm und erkannte es besonders hoch an, dass die
Internationale Jugendbibliothek sich stark für die interkulturelle
Bildung engagiert, die in der globalen und vielseitig verflochtenen
Welt immer bedeutsamer wird und zu einer Schlüsselkompetenz für
soziale Prozesse geworden ist. Die
Internationale Jugendbibliothek,
resümierte er, sei ein Ort, an dem die Internationalität zuhause ist
und Kinder und Jugendliche mit anderen Lebensperspektiven bekannt
gemacht werden.
Ebenso anerkennend sprach sich Dr. Marcel Huber,
Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und
Kultus, über die Vermittlungsarbeit der Internationalen
Jugendbibliothek aus. Er lobte die Modellprojekte der
Internationalen Jugendbibliothek zur Leseförderung, etwa die
Kooperation mit Hauptschülern in dem Projekt „Gegengelesen“ oder die
Schreibwerkstätten „Was geht mich das an?“, die in Zusammenarbeit
mit der KZ Gedenkstätte Dachau für Jugendliche und junge Erwachsene
durchgeführt werden.
Stadtrat Nikolaus Gradl, der in Vertretung des Münchner
Oberbürgermeisters Grußworte ausrichtete, bezog sich noch einmal auf
die Anfänge der Bibliothek und stellte die große Leistung Jella
Lepmans für Frieden und Toleranz und damit für den Aufbau einer
demokratischen deutschen Gesellschaft heraus.
Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe hielt eine Festrede mit
dem programmatischen Titel „Im geheimen Garten. Von der
Notwendigkeit, Kinderbücher zu lesen“, die den Gästen eine
geistreiche Unterhaltung im besten Sinne bot. Sie entführte ihre
Zuhörer auf eine subjektive Reise durch die geheimnisvolle Welt
ihrer Leseerlebnisse, in der es keine Trennung zwischen Kinder- und
Erwachsenenliteratur gibt. Denn die Grenze verläuft nur zwischen
guten und schlechten Büchern.

v. l. n. r.: Jörg Baesecke, Gerd
Hoofe, Nikolaus Gradl, Sabine Solf, Marcel Huber, Felicitas Hoppe,
Lionel Veer, Christiane Raabe, Ursula Schleibner, Kinder der Grandlschule
Zum Abschluss dankte die Direktorin der Internationalen
Jugendbibliothek, Dr. Christiane Raabe, allen Förderern und
Freunden für ihre jahrelange Unterstützung und bat, auch in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf eine wohlwollende Förderung
hoffen zu dürfen. Denn es sei gerade in einer Zeit, in der die
Menschen vor allem die negativen Effekte der Globalisierung
erfahren, besonders wichtig, dass Kinder und Jugendliche im Gespräch
mit ausländischen Autoren und Illustratoren Internationalität als
Bereicherung und nicht als Bedrohung erleben.
Für lyrische Zwischenspiele sorgten Kinder der Grundschule an
der Grandlstraße, die gemeinsam mit dem Schauspieler Jörg Baesecke
klassische Balladen vortrugen. In liebevoll gebastelten
Papiertheatern hatten sie die Szenen bildlicht umgesetzt und
präsentierten sie während des Gedichtvortrags dem davon
hingerissenen Publikum.
Mit dem feierlich-heiteren Auftakt zu den Jubiläumsveranstaltungen
und den wohlwollenden Reden der politischen Vertreter ist die
Internationale Jugendbibliothek reich beschenkt worden. Es bleibt zu
hoffen, dass das positive Signal, das von dieser Feststunde ausging,
lange in die Zukunft wirkt. |
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Internationales Autoren- und
Illustratorenforum „Taghell war’s, die Nacht lag dunkel auf dem blau
vereisten Meer. Kinderlyrik und Illustration“ und Eröffnung der
Ausstellung „Gedichte, Poems, Básně, Shī“
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Im Rahmen
der Jubiläumsfeierlichkeiten der Internationalen
Jugendbibliothek fand am Nachmittag des 25. Juni und am 26.
Juni ein internationales Autoren- und Illustratorenforum zum
Thema Kinderlyrik und Illustration statt. Kinderlyrik und
Illustration sind wie ein Paar. Im optimalen Fall bilden sie
einen Sinnzusammenhang. Warum Sprachbilder in der
Kinderliteratur in wirkliche Bilder übertragen werden, was
die Illustration im Verhältnis zum Text leistet, auf diese
Fragen wurden während der anderthalb Tage keine akademischen
Antworten gesucht, sondern sie wurden in Werkstattgesprächen
mit Dichtern und Illustratoren aufgegriffen. Dafür wurden
Autoren und Illustratoren aus dem In- und Ausland an einen
Tisch zu laden geladen.
Die westfälische Autorin und Illustratorin Jutta Richter
eröffnete das Forum mit einem leidenschaftlichen Plädoyer
für das Lesen von Gedichten. In ihrem fesselnden Vortrag
erzählte sie, welchen Einfluss Balladen und Gedichte auf sie
als Kind hatten, und wie diese frühe Begegnung eine Liebe
für das Leben begründete, die selbst durch die Misshandlung
literarischer Stoffe in der Schule nicht getrübt wurde.
Es folgte der britische Kinderlyriker Andrew Fusek Peters,
dessen komische und ernste Gedichte für Jugendliche stark
autobiographisch geprägt sind. In einer unterhaltsamen,
rasanten Selbstpräsentation rezitierte eigene Gedichte,
erzählte aus seiner Lebensgeschichte und über seine Familie,
und endete mit einer artistisch-literarischen
Höchstleistung, indem er gleichzeitig mit Wörtern und Bällen
jonglierte.
Am Abend wurde die Ausstellung „Gedichte, Poems, Básně, Shī.
Kinderlyrik und Illustration“ mit einer Lyriklesung
eröffnet. Der Schauspieler Friedhelm Ptok las Kindergedichte
von der Aufklärung bis zur Gegenwart, wobei zu jedem
Gedicht, dem Thema des Forums und der Ausstellung
entsprechend, eine Illustration gezeigt wurde.
Der zweite Tag begann mit einem von Dr. Roswitha
Budeus-Budde moderierten Gespräch mit dem Verleger Ulrich
Störiko-Blume und dem Übersetzer, Autor und Herausgeber Dr.
Uwe-Michael Gutzschhahn, in dem die Frage nach dem Marktwert
von Kinderlyrik diskutiert wurde. Einhellig stellten die
Drei fest, dass Gedichtbände es schwer in der heutigen
Kinderbuchlandschaft haben und es Mut und Engagement zum
Verlegen von Kinderlyrik brauche. Dennoch bestehe die
Notwendigkeit, diese Nische zu bedienen.
Großartig war der Auftritt des niederländischen Autors und
Künstlers Ted van Lieshout, der in dem klug von dem
Hamburger Übersetzer Rolf Erdorf in eine Dramaturgie
gebrachten Gespräch durch sein unkonventionelles,
abwechslungsreiches und breites lyrisches Werk führte. Der
vielfach ausgezeichnete Künstler sprühte vor Kreativität und
trockenem Humor. Er kennt keine Tabus und schafft mit seinen
kühnen, respektlosen kunstgeschichtlichen Anleihen und einer
anarchischen Vielfalt der Stile postmoderne bildnerische
Kosmen, wie sie auf dem deutschen Kinderbuchmarkt nicht zu
finden sind.
Anschließend stellte sich das österreichische Künstlerpaar
Gerda Anger-Schmidt und Renate Habinger dem Gespräch mit dem
Wiener Journalisten Franz Lettner. In enger Zusammenarbeit
haben sie die unkonventionell, verspielten Gedichtbände
„Neun nackte Nilpferddamen“ und „Muss man Miezen siezen“
geschaffen. Sie erzählten, wie sie sich in ihrer Arbeit
ergänzen, sich die Bälle zuspielen, und welche Grenzen sie
gegenseitig respektieren müssen.
Der französische Dichter, Maler und Rockmusiker Lionel Le
Néouanic sprach in einer sehr bescheiden und sympathisch Art
und Weise über seine Arbeit und über die kraftvollen
Collagen, die er für den Gedichtband „Gentil-Méchant“
geschaffen hat.
Am Ende kamen zwei deutsch Illustratoren auf die Bühne:
Verena Ballhaus und Klaus Ensikat. Sie unterhielten sich im
Gespräch mit der Hamburger Kritikerin Renate Raecke über die
Freuden und Schwierigkeiten, klassische Gedichte und
Balladen in Bilder zu fassen. Damit endete das Forum. Als
Fazit kann man feststellen: Kinderlyrik ist ein bedeutendes
Genre, das hoffentlich auch in Zukunft in den
Verlagsprogrammen und der öffentlichen Wahrnehmung den
Stellenwert erhält, den es verdient. |

Andrew Fusek Peters

Friedhelm Ptok

Ulrich Störiko-Blume, Ros-witha Budeus-Budde, Uwe
Gutzschhahn

Ted van Lieshout, Rolf Erdorf

Renate Habinger

Lionel Le Néouanic

Klaus Ensikat, Renate Raecke, Verena Ballhaus |
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Familienlyrikfest anlässlich der 60-Jahr-Feier
Nachdem die Veranstaltungen zum 60jährige Jubiläum der
Internationalen Jugendbibliothek am 25. und 26. Juni vor allem ein
erwachsenes Publikum angesprochen hatten, sollten die Kinder und
Familien am Sonntag, dem 28. Juni, das letzte Wort haben. Sie waren
eingeladen zu einem Lyrikfest. Trotz Regenschauer und großer Schwüle
kamen mehrere hundert Gäste der Einladung nach.
In Workshops konnten sich die Kinder auf
abwechslungsreiche Weise mit Reimen und Gedichten beschäftigen. Wie
trage ich etwa ein Gedicht so vor, dass seine Bedeutung wirklich zum
Tragen kommt? Der Workshop „Lyrik in Bewegung“ vermittelte
Möglichkeiten, Worten durch Mimik und Gestik mehr Kraft und
Nachdruck zu verleihen. Viele verschiedene Gestalten aus Gedichten
erwachten so durch vollen Körpereinsatz zum Leben.
Wem das Spiel mit der Stimme und dem Körper nicht
so lag, der konnte sich malend und zeichnend mit Lyrik beschäftigen.
Die Frage dabei war, wie man ein Gedicht in eine äußerlich
ansprechende Form bringt. Der Workshop „Wortsport“ war die richtige
Anlaufstelle für alle Kinder, die ihre Reimideen bildlich gestalten
wollten. Im Kalligraphie-Workshop gab es zudem jede Menge Anregungen
für typographisch ungewöhnliche Lösungen.
Und was, wenn ich noch gar nicht selbst lesen und schreiben kann?
Auch die Jüngsten kamen nicht zu kurz: Beim Reim-Memory galt es,
Spielkarten mit sich reimenden Begriffspaaren zu finden – bildlich
dargestellt auch für kleine Kinder kein Problem! Und wer all seine
Kreativität ausgeschöpft hatte, der konnte sich in der
Ausstellung „Gedichte, Poems,
Básně, Shī – Kinderlyrik und Illustration“ neue Anregungen
holen.
Zum Abschluss wurde das
Geburtstagskind noch einmal besonders geehrt: Selbst gestaltete
Glückwunschkarten der Kinder, die die Nachricht des 60. Jubiläums in
die Welt tragen sollen, wurden an 200 Luftballons und unter
gemeinsam und mehrsprachig gesungenem „Happy Birthday“ in den
Münchner Abendhimmel geschickt. |
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Neue Stipendiatin
Carolina Venegas Klein heißt die neue Stipendiatin, die seit Anfang
Juni für die nächsten drei Monate im Studiensaal der Internationalen
Jugendbibliothek arbeitet. Carolina kommt aus Kolumbien und hat in
Bogotá Kunst und Literatur studiert. Jetzt arbeitet sie als Lektorin
beim großen kolumbianischen Verlag Editorial Norma. Zusätzlich gibt
Carolina an der Universität in Bogotá Seminare im Fachbereich Kunst.
Hier ist ihr Ziel beispielsweise, Kunststudenten den Buchmarkt als
möglichen Arbeitsbereich näher zu bringen. In München forscht
Carolina für ein weiteres geplantes Universitätsseminar: in Zukunft
möchte sie angehenden Illustratoren zeigen, wie sie ihre
Bilderbuchprojekte mit treffenden Texten versehen können. Aus dem
reichen Fundus der Internationalen Jugendbibliothek nutzt Carolina
Sekundärliteratur zur Geschichte der Kinderliteratur und des
Bilderbuches. Außerdem möchte sie hier internationale Bilderbücher
daraufhin untersuchen, wie Künstler aus verschiedenen Ländern und
mit unterschiedlichen Stilrichtungen Illustration und Text
miteinander verbinden. (uz) |
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28. Mai 2009
Preisträger des
Astrid Lindgren Memorial Awards 2009 zu Gast in der Internationalen
Jugendbibliothek
Der Astrid Lindgren Memorial Award (ALMA) ist der weltweit
höchstdotierte internationale Kinder- und Jugendliteraturpreis. Im
Jahr 2002 von der schwedischen Regierung gestiftet, ehrt er jedes
Jahr bedeutende internationale Autoren, Illustratoren oder
Organisationen, die in der Leseförderung aktiv sind. Dieses Jahr
ging die Auszeichnung an das „Tamer Institute for Community
Education“ in Palästina. Die unabhängige Organisation bemüht sich
seit 1989 um Bildung und Leseförderung von Kindern und Jugendlichen
im Gazastreifen und Westjordanland. Regelmäßig besuchen die
Mitarbeiter Dörfer, Städte und Flüchtlingslager, lesen mit Kindern
und Jugendlichen Bücher und organisieren Theaterproduktionen, Film-
und Radioprojekte, Diskussionsrunden und Gesprächskreise. Zusätzlich
produziert das Tamer-Institut Kinderbücher, die an Schulen und
Bibliotheken verteilt werden, und organisiert von der öffentlichen
Bibliothek Ramallah aus ein Netzwerk von Kinderbibliotheken.
Die Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek, Dr. Christiane
Raabe, hieß in ihrer Begrüßungsrede die anwesenden Gäste herzlich
willkommen: die Generaldirektorin des Tamer-Instituts, Renad Quabbaj,
war ebenso gekommen wie Erik Titusson, ALMA-Direktor, sowie
Vertreter der Stadt München und der Schwedischen Botschaft. Ruth
Jacoby, die Schwedische Botschafterin in Deutschland, zeigte sich in
ihrer Rede beeindruckt vom Engagement des Tamer-Instituts, deren
Mitarbeiter unter schwierigsten Bedingungen großartige Arbeit
leisteten. Dr. Thomas Steinfeld, Leiter des Feuilletons der
Süddeutschen Zeitung, ehrte in seiner Festrede „Die Geheimnisse des
Spunk“ das Werk Astrid Lindgrens. Anregend und sprachlich äußerst
dicht ging er besonders auf die Tiefe und die Melancholie ein, die
neben dem Humor die Literatur Astrid Lindgrens charakterisierten.
Und genau hier, so Steinfeld, liege ihre Einzigartigkeit – in jeder
ihrer Geschichten habe sie genau den richtigen Punkt zwischen Spaß
und Ernst gefunden, der Kinder ernst nimmt und große Literatur
ausmacht.
Im Anschluss gehörte das Wort Renad Quabbaj, die die Arbeit des
Tamer-Instituts vorstellte und den Zuhörern einen Eindruck von der
Wichtigkeit vermittelte, den Kindern und Jugendlichen in
Kriegsgebieten mit Bildung und Literatur ein Stück Kultur und
Normalität zu ermöglichen. Als Beispiel ihrer Arbeit stellte sie
eines der Bilderbücher vor, die am Tamer-Institut entstanden sind: „al-hirāf
lā Ta’kal al-qitat“ (Schafe fressen keine Katzen) von Khaled Juma
erzählt anhand der Metapher einer Schaffamilie, die in eine
Katzen-Nachbarschaft zieht und zunächst misstrauisch beäugt wird,
von der Möglichkeit, gut miteinander auszukommen. Vorgetragen wurde
die extra für diesen Abend in Auftrag gegebene Übersetzung von Dr.
Andreas Bode. (uz) |
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Stipendiatin
aus Polen
In den
kommenden sechs Wochen wird sich Magda Nowacka aus Polen im Rahmen
eines Forschungsstipendiums im Studiensaal aufhalten. Magda hat an
der Universität von Lodz Englische Literatur studiert und ihre
Abschlussarbeit über den zeitgenössischen britischen Roman verfasst.
Jetzt ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie für
Geisteswissenschaft und Wirtschaft in Lodz.
In München arbeitet Magda für ihre Doktorarbeit, die sie an der
Universität von Lodz verfasst. Sie beschäftigt sich mit sozialen und
kulturellen Veränderungen innerhalb der britischen Familie und wie
diese in ausgewählten britischen Romanen für Kinder und Jugendliche
aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dargestellt werden.
Einige Titel, auf die Magda hier eingehen möchte, sind „Madam
Doubtfire“ und „Crummy Mummy and Me“ von Anne Fine, „The Illustrated
Mum“, „Bed and Breakfast Star“ und „Suitcase Kid“ von Jacqueline
Wilson“ und „Looking for JJ“ von Anne Cassidy. (uz) |
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Vorschau: Träger des
diesjährigen Astrid Lindgren Memorial Awards am 28. Mai zu Gast in
der Internationalen Jugendbibliothek
Der Astrid Lindgren Memorial Award wird seit 2003 von der
Schwedischen Regierung verliehen. Jedes Jahr werden sowohl Autoren
und Illustratoren, als auch Projekte, die in der Leseförderung aktiv
sind, nominiert. Mit fünf Millionen schwedischer Kronen ist er der
höchst dotierte internationale Kinder- und Jugendliteraturpreis.
Der diesjährige Preisträger ist das „Tamer Institute for Community
Communication“ in Ramallah. Die unabhängige Organisation arbeitet
seit 1989 für Bildung und Leseförderung von Kindern und Jugendlichen
im Gazastreifen und im Westjordanland. Mitarbeiter des
Tamer-Instituts besuchen Städte, Dörfer und Flüchtlingslager. In
vielen Projekten werden so regelmäßig gemeinsam Bücher gelesen,
eigene Geschichten erdacht und in Buchform gebracht, Theaterstücke
aufgeführt, Film- und Radioprojekte entwickelt und Diskussionen und
Gespräche geführt. Von der Öffentlichen Bibliothek Ramallah aus
organisiert das Tamer-Institut außerdem ein Netzwerk von
Kinderbibliotheken und bildet Bibliotheksmitarbeiter aus. Am 2. Juni
wird der Preis in einer feierlichen Zeremonie in Stockholm von
Kronprinzessin Victoria von Schweden an das Tamer-Institut
verliehen.
Davor, am Donnerstag, den 28. Mai, sind die Preisträger um 18 Uhr in
der Internationalen Jugendbibliothek zu Gast und stellen ihre Arbeit
vor. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Schwedischen
Botschaft Berlin statt.
Zum Programm
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Weltweit
größte internationale Kinderbuchmesse
Auch in diesem Jahr war die Internationale Jugendbibliothek wieder
mit einem Stand auf der Kinderbuchmesse in Bologna vom 23. bis 26.
März 2009 vertreten. Vor allem zur mittlerweile traditionellen „Early
Birds’ Hour“, in der die aktuelle „White Ravens"-Buchauswahl
offiziell vorgestellt wird, fanden sich wieder besonders viele
interessierte Besucher und Fachleute am Stand ein.
(vs) |
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Lesung
„Von welchem holländischen Verein wechselte Rafael van der Vaart in
die Bundesliga?“ – das war nur eine der vielen spannenden
Quizfragen, mit denen Edward van de Vendel seine Lesung am 12. März
in der Internationalen Jugendbibliothek begann. Rund 80
Viertklässler freuten sich, auf diese unterhaltsame Weise ihr Wissen
über die Niederlande zu testen. Der bekannte Kinderbuchautor
besuchte die Bibliothek im Rahmen der Münchner Bücherschau Junior.
Sein Publikum unterhielt er so mit Spannendem, Lustigem und
Wissenswertem aus seiner Heimat – und las aus einem seiner
großartigen Bücher. „Twice oder Cooler als Eis“ heißt seine
Geschichte von den Zwillingen Cal und Gus, die neben ihrer Karriere
als Schüler auch noch begeisterte Rapper sind. So lassen sich nicht
nur lästige Auseinandersetzungen mit Lehrern, sondern auch die
Wirren der ersten großen Liebe für die Beiden gleich viel besser
ertragen. Das konnten offensichtlich auch die Schüler im Publikum
nachvollziehen und lauschten dem lebendigen Vortrag der humorvollen
Geschichte begeistert. (uz) |
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11. März -
Lesung
„De slome slak slaapt in de slappe sla“ – dieses kleine
niederländische Schnecken-Gedicht kannte am Mittwoch schließlich
jedes Kind im Jella-Lepman-Saal der Internationalen
Jugendbibliothek. Die bekannte Kinderbuchautorin Joke van Leeuwen
besuchte im Rahmen der Münchner Bücherschau Junior die Bibliothek.
Mehr als 100 begeisterte Zweitklässler nahmen an der Veranstaltung
teil. Doch Joke van Leeuwen vermittelte nicht nur einen humorvollen
ersten Einblick ins Niederländische. Vor allem war sie gekommen, um
aus ihren wunderbaren Kinderbüchern vorzulesen. Und so lauschten die
Kinder gebannt der Erzählung „Viegelchen will fliegen“ um die
rätselhafte Gestalt, die sowohl Mädchen als auch Vogel ist und den
Auszügen aus „Weißnich“, dem kleinen Wesen, das aus seiner eigenen
Geschichte gefallen ist und sich nicht mehr auskennt. (uz)
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Verleihung des Erich Kästner-Preises in
der
Internationalen Jugendbibliothek
Am Samstag, den 7. März 2009
öffnete die Internationale Jugendbibliothek ihre Tore für ein
festliches Ereignis: die Erich Kästner Gesellschaft, die ihren Sitz
auf Schloss Blutenburg hat, verlieh im Rahmen ihrer Jahrestagung den
Erich Kästner-Preis für Literatur an den Kinder- und Jugendbuchautor
Andreas Steinhöfel.
Mehr als zweihundert geladene Gäste waren zur feierlichen
Preisverleihung am Abend erschienen, darunter auch zwei Vertreter
des Münchner Stadtrats sowie zahlreiche bekannte Vertreter der
Kinderliteratur.
In ihrer einfühlsamen Laudatio nannte Hilde
Elisabeth Menzel Andreas Steinhöfel einen würdigen Nachfolger seines
großen Vorbildes Erich Kästner. Die Jury lobte besonders Steinhöfels
Art, sich schriftstellerisch behutsam und mit großem Respekt seinen
Lesern zu nähern. Steinhöfel sei wie kein zweiter Jugendbuchautor in
der Lage, gerade sozial problematische Lebensumstände ohne Arroganz
und unnötige Belehrung, dafür humorvoll und sprachlich angemessen zu
schildern.
Eine weitere Auszeichnung ging an den Schauspieler Walter Sittler
und das SAGAS-Ensemble Stuttgart für ihre Produktion „Als ich ein
kleiner Junge war“. Die Jury lobte den eindrucksvollen
szenisch-musikalischen Brückenschlag zwischen Kästners Kindheit und
Jugend in die Aktualität unserer Tage.
(uz)
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Weltpremiere!
Andreas Steinhöfel, der anlässlich der Verleihung des Erich
Kästner-Preises für Literatur am 7. März die Internationale
Jugendbibliothek besuchte, ließ auch seine jungen Fans an diesem Tag
nicht zu kurz kommen. Am Nachmittag wartete der preisgekrönte Autor
mit der Weltpremiere seines neuesten Buches „Rico, Oskar und das
Herzgebreche“ auf, das erst im April in den Buchhandlungen zu kaufen
sein wird. Rund einhundert begeisterte Zuhörer konnten sich bei
dieser vergnüglichen Lesung davon überzeugen, dass der neue Band
rund um das außergewöhnliche Duo Rico und Oskar mit ebensoviel
Spannung und Sprachwitz auftrumpft wie der erste Band „Rico, Oskar
und die Tieferschatten“. (uz) |
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Lyrikworkshop
„Schreibe ein Gedicht über etwas, das dir wichtig ist“ – lautete am
Freitag, den 6. März die spannende Aufgabe der deutsch-türkischen
Dichterin Zehra Cirak für eine Klasse der
Ludwig-Auerbacher-Volksschule in Türkheim. Im Jahr 2001 wurde Frau
Cirak der Adelbert-von-Chamisso-Preis für Literatur verliehen. Die
Robert-Bosch-Stiftung, die diesen Preis jährlich vergibt,
ermöglichte nun einen Lyrik-Workshop für Schüler, der von Zehra
Cirak in der Internationalen Jugendbibliothek gehalten wurde.
Die Neuntklässler erhielten zunächst eine Einführung in das Werk von
Zehra Cirak. Anhand ihrer eigenen Gedichte zeigte sie den Schülern
die Vielfältigkeit der lyrischen Sprache, und dass sich nicht jedes
Gedicht reimen muss.
Nach dieser inspirierenden Einleitung wurden die Schüler selbst
aktiv: zunächst schrieb jeder ein Wort auf, das ihn gerade besonders
beschäftigte. Aufgrund dieser Worte wurden die Schüler thematisch in
kleinere Gruppen aufgeteilt, in denen jeder Begriff um ein weiteres
Wort ergänzt wurde. Aus diesen Vorgaben entwickelte dann jeder
Schüler ein Gedicht.
Die Klasse war sehr motiviert, und so entstanden im Laufe des
Workshops viele gelungene, lustige und bewegende Gedichte zu den
verschiedensten Themen von Liebe und Freundschaft, über
Strandwanderungen und der Sehnsucht nach dem Wochenende, bis hin zu
den Freuden des Mofa-Fahrens.
Die Schüler gestalteten ihre Werke noch liebevoll mit
Illustrationen, so dass alle eine schöne Erinnerung an einen
gelungenen Workshop nach Hause nehmen konnten. (uz) |
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5. März
Stipendiat aus USA
Larry Sipe ist zwischen März und Juni Stipendiat in der
Internationalen Jugendbibliothek. Er ist Professor für Kinder- und
Jugendliteratur an der University of Pennsylvania. Larry besitzt
einen Collegeabschluss in Literaturwissenschaft und hat seine
Doktorarbeit im Bereich Kinderliteratur an der Ohio State University
in Columbus, Ohio verfasst. In München forscht Larry über
peritextuale Elemente in internationalen Bilderbüchern und wie diese
Elemente den Leser auf das Buch vorbereiten. Peritextuale Elemente
sind beispielsweise das Buchcover, die Titelseite oder die Widmung.
In seiner Arbeit als Professor für Kinder- und Jugendliteratur
interessiert Larry sich besonders für Bilderbücher. In den USA führt
er regelmäßig Forschungsprojekte durch, in denen die Buchrezeption
von Kindergarten- und Grundschulkindern sowie die Interaktion mit
den Lehrern beobachtet wird. Mit seinen Forschungsergebnissen möchte
Larry die Lehrer dazu ermuntern, mit den Kindern auch auf
peritextuale Elemente einzugehen, da sie ihnen möglicherweise helfen
werden, das Buch besser zu verstehen. (uz) |
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1. März
Stipendiatin aus Brasilien
Renata Nakano hat von März bis Juni ein Forschungsstipendium an der
Internationalen Jugendbibliothek. Sie stammt aus Sao Paulo,
Brasilien und hat dort an der Universität Anhembi-Morumbi
Publizistik studiert. Seitdem arbeitet sie als freischaffende
Publizistin und entwickelt für verschiedene Verlage Projekte im
Bereich Kinderliteratur. In München forscht Renata über
Ähnlichkeiten und Unterschiede in den Interaktionsstrategien in
virtuellen und gedruckten Erzählungen. Hier möchte Renata
internationale Bilderbücher mit elektronischen Medien, also
beispielsweise dem Computer, vergleichen. Ein großer Unterschied
zwischen diesen beiden Medien, so berichtet sie, sei die
unterschiedliche Erzählstruktur: während Bücher oft eine lineare
Struktur aufweisen, sind beispielsweise Webseiten, die durch
Hyperlinks regelmäßig auf andere Inhalte verweisen, sehr viel
weniger linear. Ihre Forschungsergebnisse möchte Renata gerne in
einer der brasilianischen Fachzeitschriften für Kinderliteratur
veröffentlichen. (uz) |
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18. Februar - Alle mal herhören!
Im 50. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels stehen die
Siegerinnen der Stadt München fest!
Am 18. Februar wurden in der Internationalen Jugendbibliothek die
Vorlesesieger des Münchner Stadtentscheids gekürt. In der Gruppe der
Hauptschulen gewann Madita Naumann von der Volksschule an der
Sambergerstraße. Madita las aus dem Buch „4x Herz und Caffè Latte“
von Maiken Nielsen. In der Sparte der Gymnasien ging der erste Platz
an Aylin Bahcekapili vom Lion-Feuchtwanger-Gymnasium, die Ulrike
Blieferts Roman „(K)ein Junge wie Paul(a)“ mitgebracht hatte. Aber
auch die anderen 15 Teilnehmer wussten Publikum und Jury mit ihrer
Buchauswahl zu unterhalten. Die Sechstklässler lasen aus einem
bunten Mix von beliebten Klassikern, Neuerscheinungen und
phantastischen Abenteuern und steckten sich gegenseitig mit ihrer
Begeisterung für Bücher an. So wurden Lesetipps ausgetauscht und die
Lust auf neue Geschichten geweckt.
Als Überraschungstext, den die Schüler unvorbereitet lesen mussten,
lockerte Andreas Steinhöfels „Rico, Oskar und der Tieferschatten“
die Stimmung auf. Alle Teilnehmer freuten sich über ihre Urkunden
und das Buchgeschenk „Tote Maus für Papas Leben“ von Marjolijn Hof.
Madita und Aylin erhielten als Gewinnerinnen außerdem einen
Büchergutschein im Wert von 10 Euro, einen bunten Blumenstrauß und
natürlich die Einladung, am Bezirksentscheid Oberbayern Süd
teilzunehmen. (uz)
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Besuch aus Paris hatte die Internationale
Jugendbibliothek am 17. Februar 2009. Fatiha Djiaba und Philippe
Sylvestre, Verleger des französischen Kinderbuchverlags Circonflexe,
kamen nach München, um sich ein Bild von der internationalen
Sammlung im Bücherschloss zu machen. Der Verlag, der in diesem Jahr
sein 20-jähriges Bestehen feiert und sein Augenmerk auf die
Veröffentlichung von internationalen Bilderbüchern richtet, die in
ihren Heimatländern als Standardwerke gelten, möchte die IJB als
Berater gewinnen. (ek) |
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12. Februar
Auf nach Animamur!
Lautete das Motto der fröhlichen Veranstaltung mit Frank Bornkamp am
Donnerstag, den 12. Februar in der Kinderbibliothek. Fast 20 Kinder
zwischen fünf und acht Jahre begleiteten den Erzähler und
Liedermacher auf seiner literarischen Entdeckungsreise in das
phantastische Land Animamur, dem Paradies der Tiere. Frank Bornkamp
gelang es mühelos, die Kinder in sein Programm einzubinden. So
verwandelte er flugs die Anwesenden in einzelne Tiere, die in seiner
Erzählung die Hauptrollen spielten – die Ziege Jammerle durfte
ebenso wenig fehlen, wie die Henne Elvira, der Eber Reinhard oder
das Ferkel Karlchen. Gebannt lauschten die Kinder der Erzählung rund
um den Jungen Peter und seinen Hund Rufus und sangen bei den
eingeschobenen Lieder sofort mit. (uz)
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Erste Stipendiatin des Jahres 2009
Im Februar konnte die Internationale Jugendbibliothek eine neue
Stipendiatin begrüßen: Montse Pena Presas ist Dozentin für
Galizische Philologie an der Universität von Santiago de Compostela/Spanien.
In München forscht Montse für ihre Doktorarbeit, die sich mit der
Rolle der Frau in der galizischen Kinder- und Jugendliteratur
beschäftigt. Nach einem Master in Publizistik ist dies Montses
erstes größeres Projekt in der Kinder- und Jugendliteraturforschung.
Dennoch ist sie kein Neuling auf dem Gebiet – sie rezensiert für
mehrere galizische Zeitungen und Fachjournale regelmäßig Kinder- und
Jugendbücher. (uz) |
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Musiker Joszko Broda und Illustrator Józef Wilkon
29. Januar 2009
Eröffnung der Ausstellung Und die Tiere kamen zu zweit
Auch die unwirtlichen Januartemperaturen konnten die über 150
Gäste nicht fernhalten, als im Jella-Lepman-Saal der Internationalen
Jugendbibliothek am 29. Januar die Ausstellung Und die Tiere
kamen zu zweit. Józef Wilkón und die aktuelle polnische
Kinderbuchillustration eröffnet wurde. Künstler und
Kulturinteressierte aus Polen und Deutschland erlebten eine
Weltpremiere, denn die Exponate sind in dieser Zusammenstellung noch
nie gezeigt worden. Józef Wilkon, einer der weltweit bekanntesten
Kinderbuchillustratoren, hat nicht nur eine Auswahl seiner Bilder,
Skizzen und Objekte zur Verfügung gestellt, sondern auch eine Art
Patenschaft für 10 junge polnische IllustrationskünstlerInnen
übernommen. Ihre Arbeiten stehen in der Ausstellung stellvertretend
für die stilistische Vielfalt im polnischen Bilderbuch der
Gegenwart. Zur Eröffnung gaben sich neben Józef Wilkon
höchstpersönlich auch Grażka Lange und Marta Ignerska, zwei der
gezeigten Illustratorinnen, die Ehre. Die Direktorin der
Internationalen Jugendbibliothek, Dr. Christiane Raabe, hieß die
Künstler auf Schloss Blutenburg willkommen und begrüßte die
Ehrenäste vom polnischen Generalkonsulat in München. Generalkonsulin
Elżbieta Sobótka sowie Grażyna Strelecka, Konsulin für Kultur,
hatten die Zusammenarbeit mit der Internationale Jugendbibliothek
zur Chefaufgabe gemacht und so die Ausstellung mit ermöglicht. Die
Begeisterung aller Beteiligten für das ambitionierte Projekt wurde
in den Eröffnungsreden und Grußworten deutlich. Auf ebenso große
Zustimmung stießen allerdings der deutsche Wein und die polnische
Musik, mit denen ein grenzüberschreitender Abend ausklang. (vs)
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